Mythos: Eine größere PV-Anlage ist immer automatisch besser. Fakt: Entscheidend sind Lastprofil, Dachfläche, Ausrichtung und Ihr Ziel (Eigenverbrauch, Autarkie, E-Mobilität). Fragen Sie im Angebot nach einer transparenten Ertrags- und Verbrauchsannahme statt nur nach kWp.
Mythos: Ein Stromspeicher lohnt sich grundsätzlich in jedem Haushalt. Fakt: Der Nutzen hängt stark von Tagesverbrauch, Wärmepumpe, dynamischen Tarifen und Einspeisebedingungen ab. Lassen Sie sich die Speichergröße als Szenarien erklären (z. B. 5 vs. 10 kWh) und prüfen Sie Zyklen, Wirkungsgrad und Garantiebedingungen.
Mythos: Fördermöglichkeiten sind überall gleich und „nehmen sich nichts“. Fakt: Programme unterscheiden sich nach Bundesland, Kommune, Netzgebiet und Zeitpunkt der Antragstellung. Stellen Sie die Frage, ob die Förderprüfung Bestandteil der Leistung ist, welche Nachweise benötigt werden und ob Fristen realistisch eingeplant sind.
Mythos: Wartung ist bei PV und Speicher praktisch überflüssig. Fakt: Sichtprüfung, Monitoring, Updates und Dokumentation können die Betriebssicherheit und Fehlererkennung verbessern. Fragen Sie, ob ein Servicepaket enthalten ist, wie Störungen gemeldet werden und welche Reaktionszeiten vereinbart werden können.
Mythos: Mit PV werden Heizkosten automatisch niedrig, ohne dass das Haus angepasst werden muss. Fakt: Erst effiziente Gebäudehülle und passende Heiztechnik machen den Verbrauch gut steuerbar. Prüfen Sie parallel, ob Dachdämmung oder energieeffiziente Fenster sinnvoll sind, und fragen Sie nach der Abstimmung mit einer bestehenden Heizungsanlage.
Mythos: Schimmel hat nichts mit energetischen Maßnahmen zu tun. Fakt: Luftdichtheit, Lüftungsverhalten und Wärmebrücken beeinflussen Feuchte und Raumklima. Wenn Sie sanieren, klären Sie die Frage nach einem Lüftungskonzept und nach Maßnahmen zur Schimmelprävention im Wohnraum.
Mythos: Ein barrierefreies Bad ist ein reines Komfortthema und unabhängig von Energieprojekten. Fakt: Umbauten lassen sich sinnvoll bündeln, etwa wenn ohnehin Handwerker im Haus sind und die Planung ansteht. Fragen Sie, welche Gewerke koordiniert werden müssen und wie sich Zeitplan und Zugänglichkeit während der Bauphase gestalten.
Mythos: Rechtliche Fragen entstehen erst, wenn ein Streit da ist. Fakt: Bei Mietfragen, Dachnutzung oder Montage am Gemeinschaftseigentum sind klare Absprachen vorher oft entscheidend. Überlegen Sie, ob Rechtsschutz bei Mietfragen relevant ist, und dokumentieren Sie Angebote, Zusagen und Leistungsgrenzen nachvollziehbar.
Mythos: Patientenrechte und Vorsorgedokumente haben mit Technikentscheidungen nichts zu tun. Fakt: Wer Projekte langfristig plant, profitiert von klar geregelten Vertretungen, falls Entscheidungen später nicht selbst getroffen werden können. Stellen Sie sich die Frage, ob Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung aktuell sind und wo Unterlagen für Angehörige auffindbar sind.
